LEBENSMITTEL & GETRÄNKE ANWENDUNGSFALL #3
Beispielprofil.
Ein Lebensmittel- oder Getränkehersteller betreibt mehrere leistungsfähige, digital miteinander vernetzte Werke. Auftragsabwicklung, Versand, Planung, Produktion, Qualität und weitere Geschäftsprozesse sind von gemeinsam genutzter Infrastruktur abhängig. Dadurch kann eine Störung außerhalb der eigentlichen Steuerung überraschend schnell zum Produktionsproblem werden.
Wo heute Probleme entstehen.
Moderne Lebensmittel- und Getränkeproduktion hängt von weit mehr ab als von den Automatisierungssystemen der Produktionslinie. Gemeinsam genutzte IT-Systeme, Produktionsinfrastruktur, Logistik, Planung und Werksnetzwerke schaffen Abhängigkeiten, durch die ein Cybervorfall oder Infrastrukturausfall die Produktion unterbrechen kann.
Aktuelle Vorfälle zeigen das deutlich. Im September 2025 beeinträchtigte ein Ransomware-Angriff die Systeme der japanischen Standorte der Asahi Group. Auftrags- und Versandprozesse sowie die Produktion waren betroffen. Asahi Breweries nahm anschließend die Produktion in allen sechs japanischen Brauereien wieder auf, während auch Lebensmittel- und Erfrischungsgetränkewerke schrittweise wieder hochgefahren wurden. Dasselbe Problem betrifft auch kleinere Hersteller. Der deutsche Lebensmittelhersteller Vossko berichtete, dass ein Ransomware-Angriff im November 2024 Unternehmenssysteme verschlüsselte und zu einem vorübergehenden Produktionsstillstand führte. Interne IT-Teams und externe Spezialisten arbeiteten an der Wiederherstellung der betroffenen Systeme, bevor die Produktion wieder aufgenommen werden konnte.
Die entscheidende Erkenntnis ist nicht, dass jeder Cybervorfall eine SPS erreicht. Produktion hängt heute von einer umfassenden digitalen Umgebung ab. Fallen Teile dieser Umgebung aus, müssen Teams weiterhin wissen, welcher Zustand zuvor lief, was sich geändert hat und welchem Betriebszustand sie vertrauen können.
Was sich mit Octoplant ändert.
Octoplant adressiert einen entscheidenden Teil der Wiederherstellung, indem es verlässliche operative Informationen über die Automatisierungssysteme vorhält, von denen die Produktion abhängt. Automatisierte Backups, historische Versionen und Konfigurationsdaten unterstützter Produktionssysteme geben Recovery-Teams eine verlässliche operative Historie, statt sie während eines Vorfalls den vorherigen Zustand rekonstruieren zu lassen.
Ist die Produktion betroffen, können Teams nachvollziehen, welche Konfiguration zuvor lief, was sich geändert hat und welcher bekannte, funktionsfähige Zustand für die Wiederherstellung zur Verfügung steht. Statt Engineering-Laptops und Netzlaufwerke zu durchsuchen oder sich auf das Wissen einzelner Personen zu verlassen, stehen die benötigten Informationen bereits zentral verwaltet zur Verfügung.
Der Vorfall mag unvorhersehbar sein. Der Wiederherstellungszustand sollte es nicht sein.
Der wirtschaftliche Nutzen.
Eine größere Störung macht nicht an Abteilungsgrenzen halt. Ein Problem, das in der IT, der gemeinsam genutzten Infrastruktur, der Logistik oder einem einzelnen Werk beginnt, kann schnell Produktion, Lieferungen, Kunden und das gesamte Unternehmen betreffen.
AMDT verhindert nicht jeden Vorfall und ersetzt keine Lösungen zur Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen. Aber AMDT reduziert die Unsicherheit in einem entscheidenden Bereich der Resilienz: beim operativen Zustand der Automatisierungssysteme, die für den Wiederanlauf der Produktion benötigt werden.
Wiederherstellung lässt sich vor einem Vorfall besser planen als währenddessen.
Wiederherstellungszeit reduzieren. Unsicherheit reduzieren. Kundenbeziehungen schützen.