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Auch im Jahr 2026 wird Ransomware eine der relevantesten Cyberbedrohungen für Unternehmen weltweit bleiben. Die Auswertung der Plattform Ransomware.live, die öffentlich bekannte Opfer von Ransomware-Gruppen aggregiert und laufend aktualisiert, zeigt deutlich: Das produzierende Gewerbe gehört zu den am stärksten betroffenen Branchen.
Im laufenden Jahr 2026 wurden bislang bereits mehr als 800 Ransomware-Opfer erfasst, die von den Angreifern öffentlich dokumentiert wurden. Diese Angriffe lassen sich 315 aktiven Ransomware-Gruppen zuordnen. Die tatsächliche Zahl erfolgreicher Angriffe dürfte jedoch deutlich höher liegen, da längst nicht alle Vorfälle öffentlich werden.
Innerhalb dieser Gesamtdaten nimmt die Fertigung eine herausragende Stellung ein. Mit der zweithöchsten Opferzahl aller Branchen liegt der Sektor direkt hinter dem Technologiesektor und noch vor klassischen Zielbranchen wie Healthcare, Finance oder Retail. Diese Platzierung macht deutlich, dass Ransomware-Angriffe auf Produktionsunternehmen keine Ausnahme mehr sind.
Die Analyse der veröffentlichten Opferdaten zeigt, dass sich ein Kern besonders aktiver Gruppen herausgebildet hat. Zu den derzeit am häufigsten auftretenden Ransomware-Gruppen zählen unter anderem die folgenden:
Diese Gruppen agieren zwar branchenübergreifend, verfolgen jedoch häufig dieselben Muster: Sie verfügen über arbeitsteilige Strukturen, sind hoch automatisiert und setzen sogenannte Double-Extortion-Modelle ein, bei denen neben der Verschlüsselung auch die Veröffentlichung sensibler Daten angedroht wird. Besonders erfolgreich sind sie in Umgebungen mit komplexen IT- und OT-Landschaften – ein typisches Merkmal moderner Produktionsumgebungen.
Neben der sektoralen Betrachtung zeigt die Auswertung von ransomware.live auch eine klare geografische Konzentration der Ransomware-Aktivitäten. Die Mehrheit der öffentlich dokumentierten Fälle entfällt auf eine vergleichsweise kleine Gruppe wirtschaftsstarker Länder:
Auffällig ist dabei vor allem der enorme Abstand der USA zu allen nachfolgenden Ländern. Die Vereinigten Staaten weisen eine um ein Vielfaches höhere Opferzahl auf als alle übrigen Länder im Ranking.
Die Zahlen machen deutlich: Ransomware stellt ein unmittelbares Produktionsrisiko dar. Eine der wirksamsten Grundmaßnahmen zum Schutz von OT-/ICS-Netzwerken ist eine klare und konsequente Trennung von IT und OT. IT-Systeme sollten keine Möglichkeit haben, aktiv Verbindungen zum OT-Netzwerk aufzubauen oder Daten daraus abzurufen. OT-Systeme werden stattdessen so konfiguriert, dass sie Informationen ausschließlich in eine Richtung an das IT-Netzwerk senden.
Um ihre Fertigungsprozesse wirksam abzusichern, müssen Unternehmen darüber hinaus kontinuierlich Transparenz über ihre Anlagen, die eingesetzte Software, die Versionsstände sowie die Abhängigkeiten zwischen IT und OT schaffen. Entscheidend ist, dass dieses Wissen im laufenden Betrieb verfügbar ist und nicht erst im Krisenfall zusammengetragen werden muss.
Unternehmen, die ihre OT-Landschaft strukturiert erfassen, Änderungen an Anlagen und Systemen nachvollziehbar dokumentieren und Sicherheitsaspekte frühzeitig in den Produktionsalltag integrieren, können Angriffe früher erkennen, Stillstände begrenzen und die Produktion kontrollierter und schneller wieder hochfahren.